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TID #4 – Wie man seine Kollegen ärgert

Kollegen sind was tolles. Man kann mit ihnen zu Mittag essen, tratschen, ihnen Schokolade anbieten und wenn man sie besonders mag auch mal etwas Arbeit abnehmen. Praktikanten hingegen sind … nun ja, böse. Ich zumindest. Denn je besser man sich mit seinen Kollegen versteht, desto besser kann man sie ärgern. Und wenn der Streich dann auch noch auf den letzten Arbeitstag fällt, ist man doppelt fein raus.

Zugegeben, mittlerweile ist der Streich – oder besser: mein ganz besonderes Abschiedsgeschenk – schon ein paar Wochen her. Mittlerweile hat man mir in Starnberg also sehr wahrscheinlich verziehen. Denn wie bereits erwähnt handelt es sich bei meinen Kollegen um echte Bayern, wie sie im Buche stehen. Bayern, die einen „Ausländer“ nennen, wenn man ihnen in der zweiten Praktikumswoche Brezeln mitbringt (ja, ja: Brezen, Brezen, Brezen). Bayern, die krude Feiertage und noch krudere Ferientermine haben und immer und überall in Trachten rumlaufen müssen. In Sachen „kultureller Austausch“ habe ich deshalb ein paar Maßnahmen ergriffen und immerhin das Wort „Dusseldoof“ etabliert.

Aber nicht überall waren meine Bemühungen von Erfolg gekrönt. Beim gemeinsamen WM-Gucken etwa (einmal, dann kam Korea) musste ich mir ein paar böse Sprüche über meinen Heimatverein anhören. Und obwohl ich, zugegeben, kein sonderlich großer Fußballfan bin, ging mir das als Kölner natürlich sehr nah. Da wir uns ansonsten sehr gut verstanden haben fasste ich also einen perfiden Racheplan, der großzügigerweise nicht den Meuchelmord an meinen Kollegen beinhaltete. Anstelle des traditionellen Abschiedskuchens wollte ich meinen Kollegen am letzten Arbeitstag eine FC-Torte kredenzen. Samt Hennes und allem. Ohne das Gift.

Es gab nur eine kleine aber elementare Schwierigkeit, von der meine Mitbewohnerin ein leidvolles Lied singen kann: Ich kann nicht backen. Und damit meine ich überhaupt nicht. Und mit überhaupt nicht meine ich EINEHALBESTUNDESCHREIENDINDERKÜCHESTEHENWEILDIESCH#*ß VEGANESAHNENICHTSTEIFWERDENWILL. Aber weil kriminelle Masterminds wie ich nicht so schnell aufgeben, verwarf ich den Gedanken nicht gleich und stieß bald auf einen (Kölner) Onlineshop namens deinetorte.de (not sponsored). Der macht fette Torten mit fettem Fotodruck drauf, die in der Lage wären mich allergiös mit nur einem Bissen ins süße Grab zu befördern. Und naja, das wars dann im Prinzip! Vielleicht hätte ich noch den Blick der bayrischen Kollegen festhalten sollen, nachdem Hennes zu dramatischem TADAAH unter dem rosa Seidenpapier hervor sprang. Aber ein bisschen Bescheidenheit muss schließlich sein.

Und das war das Ende vom Lied! Zumindest vom Starnberger Lied, denn jetzt sitze ich in München, 20 Stockwerke über den Wolken. Aber das ist eine andere Geschichte … Bis dahin also: Ein dreifaches KÖLLE ALAAF!!!

Nochmal geschnitten, weil er so schee ist.

 

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