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TID #2 – Tintenkleckser-Schmankerl

Nachdem ich mich in den letzten beiden Beiträgen über dieses und jenes ausgelassen habe, ist es an der Zeit für ein bisschen Honigschmiererei. Denn auch wenn die äußeren Umstände nicht immer günstig sind: Journalismus bedeutet für mich in erster Linie Spaß. Und während man sich als Teenager vielleicht noch vom gedruckten Wort beeindrucken lässt, rücken die eigentlichen Freuden des Journalistenalltags bald ans Licht.

Als ich mit süßen 16 anfing, für das Kölner k50 Magazin zu schreiben, war der Journalismus für mich mehr Hobby als Berufsoption. Das änderte sich schnell als ich begriff, dass im Journalismus prinzipiell alles möglich ist. Als das einmal drin war, begann ich mich so richtig auszutoben. Während ich privat über das bloggte, was einem in dem Alter halt so wichtig ist, machte ich für die Zeitung Interviews mit Leuten klar, die ich schon immer einmal treffen wollte. In einer Zeit, in der Y-titty noch der einzige „große“ Youtube-Channel war, war mein Interview mit denen für mich zum Beispiel das Größte. Oder Timur Vermes und Frank Schätzing, zwei meiner absoluten Lieblingsautoren. Auch die schicken Events und Premieren fand ich toll, weshalb ich den Dreh mit den Akkreditierungen schnell raus hatte. Die kostenlosen Rezensionsexemplare von Büchern, die ich sowieso lesen wollte, freier Eintritt und das Essen auf der Gamescom-Pressekonferenz … hach!

Erst nach einer Weile merkte ich, dass hinter dem ganzen Fangirl-Journalismus für mich doch etwas mehr steckte. So zeigten frühe Praktika bald, dass ich mir für mein späteres Berufsleben Abwechslung wünschte und nicht für den stupiden Büroalltag bis zur Rente gemacht bin. Und da wären wir auch schon beim Knackpunkt, der banal klingt, aber für mich den entscheidenden Unterschied macht: Journalismus bedeutet Abwechslung. Sich (zumindest beruflich) nicht auf eine Sache festlegen zu müssen, jeden Tag ins kalte Wasser springen, eigene Interessen einbringen und (vor allem) Dinge zu erleben und auszuprobieren, auf die man von allein nie gekommen wäre.

Wenn man den Journalismus richtig anpackt, ist es ein Job, in dem man sich – so kitschig es klingt – selbst verwirklichen kann. Gleichzeitig wird man durch die vielfältigen Erlebnisse auf eine Art und Weise geprägt, die einem sonst vielleicht verwehrt geblieben wäre. Man erweitert sein Allgemeinwissen und sein Weltbild, zieht neue Perspektiven in Betracht, wird zum Nachdenken angeregt und kann eigene Baustellen aufarbeiten. Man trifft interessante Leute und erhält Einblick in Bereiche, die der Öffentlichkeit sonst verborgen bleiben. Und ganz nebenbei hat man auch noch eine ganze Menge Spaß. Genug Honig für heute, aber ihr seht, ich kann auch anders. Augen auf bei der Berufswahl. Over and out.

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