Special: Peta campaign
Auf Knien kauere ich auf dem Boden. Hinter mir drücken die Gitterstäbe gegen meinen Rücken, neben mir drängt sich ein Leidensgenosse in eine weitere Ecke des engen Käfigs. Das Surren des Schurmessers ist allgegenwärtig. Ebenso die schmerzerfüllten Schreie eines panischen Artgenossen, der soeben die Tortur über sich ergehen lassen muss. Sein noch vorhandenes Fell ist blutgetränkt, die Stelle, wo das Messer abgerutscht ist, ist klar zu erkennen. Nur zu gut kann ich es mir vorstellen. Die Situation ist nachgestellt und doch so echt, so real wie in wohl nahezu jedem größeren Schurbetrieb Deutschlands. Verängstigte Tiere, aneinandergedrängt in engen Käfigen. Wartend, während sie von nebenan die Schreie ihrer Artgenossen erklingen hören. Es ist nicht gerecht. Nicht nur allein ob des offensichtlichen Grundes, dass es ethisch keinesfalls vertretbar sein darf irgendeinem Lebewesen so etwas anzutun. Auch die rein rationalen, die kommerziellen Gründe, erklären ein solches Vorgehen vor allem für eines: nicht nachvollziehbar. Picture by Peta.de Um das zu verstehen, sind zunächst ein paar wichtige Hintergründe vonnöten: Jedes Jahr werden in Deutschland Tonnen und Abertonnen von Wolle durch Schafschur gewonnen. …

